Sabine Carola Pahlke

Liebe & Frieden zwischen Frau & Mann


Tinka & Máire - Die Macht der Weiblichkeit - Band 2

 

Zwei so unterschiedliche Frauen treffen aufeinander und doch verbindet sie das Thema „Liebe & Sexualität“.

 

Tinka ist eine Singlelady voller Leichtigkeit und Daseinsfreude, welche das Leben und die Liebe liebt und dieses weiterhin mit ihren Lieb-Habern genießt und davon erzählt. Auch trifft sie neue überraschende Entscheidungen. Tinka begegnet der Irin Máire, genannt Maria. Diese lebt glücklich, nicht monogam, mit ihrer Familie und schreibt Tinka von ihrer spirituellen Welt und erzählt, wie die Begegnung mit einem Krieger, sie dahin führte, sich in der Liebe nicht mehr einschränken zu lassen.

 

Die beiden Frauen tauschen sich aus und tauchen dabei nicht nur ein in Liebe, Sexualität und Spirit. Sie suchen die Essenz der Macht der Weiblichkeit und die Leopardin begleitet sie.


Bucheinblick - Kapitel: Der schwarze Wolf


Liebe Tinka,
heute starte ich mit einer symbolischen Geschichte. Da mein Mann mich auf Gefühlsebene nicht an sich heranließ und meine gefühlte Wut sich verstärkte, ging ich wieder auf schamanische Reise. Ich wollte wissen, was ich tun kann und warum es war, wie es war. Ja, ich brauchte Antworten, was überhaupt mit den Männern los war und was anstand. Außerdem spürte ich in dieser Zeit sehr intensiv die Sehnsucht nach „fühlendem Mann“, an welchen ich mich anlehnen konnte.  So reiste ich und erlebte das hier:

   Zuerst betrat ich eine Höhle und in der Dunkelheit dort, sah ich ein Frauengesicht mit leuchtenden grünen Augen. Die Person verwandelte sich zur Wolfsfrau und dann zu einer Wölfin. Ich sollte ihr folgen, was ich tat. So landeten wir in einem Teil der Höhle, welche vom Sonnenlicht erhellte wurde, da oben eine Öffnung vorhanden war. Diese war mit einem Dreieck ummalt und sah aus wie ein einzelnes Auge. Die Wölfin machte mich auf etwas aufmerksam, das auf dem Boden lag. Doch ich hatte keine Zeit mich darum zu kümmern, da plötzlich ein Schlüssel, aus dem Nichts kommend, in mein Herz gesteckt wurde. Mir war bewusst, es ging um weitere Heilschritte im Thema Weiblichkeit.

   Sofort floss mir Info zu. Ich erinnerte mich an das Buch „Die Wolfsfrau“. Ja, wir Frauen sollten sie in uns leben und ich hatte es schon begonnen. Es war Zeit aufzuhören für Mann zu „tragen“, was auch immer „Frau“ denkt, für ihn tragen zu müssen und zwar auf jeder Ebene. Zu oft bemerkt „Frau“ gar nicht, wie sie das tut, wie ich es auch nicht bemerkte. Es wird Zeit dass „Frau“ sich immer mehr zeigt, und zwar in jedem Moment, mit jedem Gefühl, das da ist. Dass sie sich „Mann“ zumutet, mit dem Wissen, er kann damit umgehen und sein. Es wird Zeit klare Grenzen zu setzen, wenn er ihre Grenzen überschreitet und sie verletzt. Wie soll er sonst erfahren, was er mit seinem Verhalten verursacht? Es wird Zeit, dass die Wolfsfrau sich ganz lebt, damit der Wolfsmann sie ganz erfährt. Es wird Zeit, dass „Frau“ sich in liebevoller Klarheit ausdrückt. Je nach Bedarf mehr liebevoll oder mehr klar, bis sehr klar. Sie hat Verständnis für „Mann“ weil sie weiß, er hat seine ureigene Geschichte und sie weiß auch, dass Frauen und Männer sich gemeinsam dahingebracht haben, wo sie heute stehen.

   Doch bei all dem Verständnis, hat sie auch Verständnis für sich selbst und sorgt nun an erster Stelle für sich. Sie versucht bei sich zu bleiben und wenn sie das nicht schafft, verurteilt sie sich nicht dafür. Sie weiß, dass wir alle schlichtweg nur menschelnde Menschen sind … oder anders … dass wir hier sind, um menschliche Erfahrungen zu sammeln. Sie schaut bei sich selbst hin, statt die Schuld beim Gegenüber zu suchen, damit sie verändern kann, was Zeit wird, verändert zu werden. Denn dann kann es sich im Außen spiegeln. Sie darf nun die Kriegerin in sich leben und „Mann“ darf lernen wahrzunehmen und zu fühlen. Alles war aus den Fugen geraten und nun geht es darum, dass jeder wieder seinen „Ursprungsplatz“ findet. Das Frau & Mann sich in Augenhöhe gegenüberstehen, sich ergänzen, das Potenzial des anderen anerkennen und sie gemeinsam wachsen. Ja, dass sie sich die Hand reichen, was für mich auch bedeutet, dass es anzuerkennen gilt, dass niemand „schuldig“, sondern jeder einfach nur auf seinem „Heilweg“ ist. Es geht auch darum, dass keiner vom anderen weiß, welchen Weg er sich ausgesucht hat zu gehen. Daher sollten wir versuchen uns gegenseitig aufzurichten, statt zu richten, und uns eben unterstützen. So wie es gilt anzuerkennen, dass jeder immer wieder Zeit für sich selbst braucht, für seine ureigenen Prozesse die anstehen und die man letztendlich mit sich selbst austragen muss. Nun ging es darum, „Mann“ zuzutrauen, dass er die Kraft in sich trägt, eigenverantwortlich seinen Weg zu gehen, mit allem was dazugehört und dies auch selbst zu tun. 


   Plötzlich war ich draußen. Stand sozusagen oben am Höhlenloch. Hier fühlte ich männliche Energie. Ja, ich durfte in „Mann“ hineinfühlen und noch viel mehr. Es ging nicht um einen einzelnen Mann, es ging ums Kollektiv. Um die fehl gelebte Liebe zwischen Mann & Frau. Hier war ich plötzlich ein männlicher schwarzer Wolf und was ich dann fühlte, das ging tief. Dieser Wolf, welcher für männliche Energie stand, erkannte plötzlich, wie viel die Wölfin, die Frau, für ihn „getragen“ hat. Er spürte, dass er sie im Stich gelassen hatte und sie dadurch verletzte. Das brachte mich so zum Weinen. Er erkannte und fühlte, dass sie seinen Schmerz mitgetragen hatte und war nun bereit Verantwortung für sich zu übernehmen. Er war bereit, für sie da zu sein, und wollte ihr zeigen, dass er sie nicht mehr verletzen oder benutzen wollte. Hier begann ich zu frieren. Ja, er fror, als er all das erkannte. Ihm wurde bewusst, dass es seine Aufgabe war, sie wahrzunehmen, zu fühlen, sie zu achten und für sie da zu sein. Ich, als Frau, fühlte so eine Dankbarkeit, dass „Mann“ endlich fühlend verstand und ihren Schmerz spürte, darüber, wie es bisher war. Er fühlte auch körperlich ihren Schmerz im Unterleib, welcher tief saß und uralt war. Nun wollte er achtsamer mit ihr umgehen. Jetzt wollte er sie halten und sie schützen, wenn sie es brauchen würde.

   Hier war ich plötzlich wieder bei der Wölfin in der Höhle und war Beobachterin. Ich sah den schwarzen Wolf durch das Loch in die Höhle springen. Obwohl ich zuvor alles fühlen durfte, was in ihm stattfand, war sein Anblick respekteinflößend und ich dachte nur: „Wehe seinen Feinden.“ Die Wölfin aber freute sich ihn zu sehen und sie wirkte plötzlich unglaublich sanft. Während die beiden sich gegenüber standen und sich still begrüßten, wollte ich endlich schauen, was da auf dem Boden lag. Der Wölfin war es wichtig gewesen. Ich ging zu der Stelle und sah einen kleinen Ring. Als ich ihn da liegen sah, war es so, als ob dieser Ring ein Tunnel in eine andere Welt war. Ja, der Weg in andere Ebenen. Ich steckte mir den Ring an, und ich spürte, wie Wärme aus ihm zu mir floss … und in mir ein Feuer weckte, das mir neu war. Glücklich betrachtete ich ihn an meinem Finger und wusste, er wird mich nun begleiten. So wie ich wusste, mit ihm wird es nun noch leichter werden durch Raum & Zeit zu reisen.

   Neugierig schaute ich, was mittlerweile mit Wolf und Wölfin geschehen war. Erstaunt bemerkte ich, dass da nun eine weiße Wölfin vor mir stand, mit einem Zeichen auf der Stirn, welches in der Mitte einen wunderschönen Kristall hatte. Sanft und kraftvoll zugleich wirkte die Wölfin. Der mächtige, respekteinflößende schwarze Wolf strahlte plötzlich Sanftheit aus. Das Gefühl, das sich in mir zeigte, war wunderbar. Es war ein gegenseitiges Anerkennen dessen, was der andere wirklich ist. Es war ein sich ergänzen und ich finde nicht wirklich die passenden Worte dafür.

   Hier fühlte ich dann seltsamerweise die Energie von Lemurien. Lemurien, das Land in dem Milch und Honig fließt.

   Tinka, das war für mich so eine unglaubliche Reise und mein Fazit war, dass sie nur kommen konnte, da ich begonnen hatte Grenzen zu setzen. Ja und mein Krieger hat diesen schwarzen Wolf mit mir gelebt, als wir uns trafen. Er hat meinen Schmerz gefühlt und hat mich gehalten. So dachte ich mir einst, dass wir wohl alle in diesen Prozessen sind. Mehr oder weniger. Die Frau sucht die Wölfin und Kriegerin in sich und der Mann beginnt zu fühlen?

   Lemurien, das wird dir sicher nicht viel sagen. Daher mag ich dir erzählen, wie es sich für mich anfühlt. Es soll ein versunkener Kontinent sein.

   „Le-mu-ri-ha … das gesegnete Land des gurrenden lachenden Glücks, das alles hat“. Immer wenn ich in diese Energie eintauchte, da konnte ich nicht anders als Leichtigkeit zu fühlen. Lemurische Energie, ist für mich gelebte natürliche Weisheit und Mitgefühl ohne zu verurteilen. Es ist für mich die Energie von Liebe, Nähe, Frieden, Verschmelzung und eben auch wundervoller Humor. Alle Sinne werden genutzt und Telepathie über das dritte Auge, ist ein normales Kommunikationsmittel. Das Dreieck sah ich als wichtiges Symbol für Lemurien.

   Auf dieser Reise, da war das Höhlenloch ummalt mit einem Dreieck und sah aus wie ein Auge. So blieb am Ende der Reise, das Gefühl, dass wenn Frau & Mann am Ziel ankommen, sie sich ihr Paradies auf Erden miteinander erschaffen können. Ihr persönliches Lemurien eben.
Das wars für heute. Liebe Umarmung an dich. Maria

Liebe Maria,
oh ich habe deine Reise miterlebt, sah den schwarzen und die weiße Wölfin. Danke dir dafür. Lemurien - ob es das wirklich gab? Aber es klingt sooo schön. Ein Land wo Milch und Honig fließt. Das Land des gurrenden lachenden Glücks - schön einfach. Oh ja, so mag ich das auch. Also so, wie du es beschrieben hast. Wie Mann & Frau miteinander sein können - das klingt so schön, so friedlich, so voll Liebe, Respekt und Achtung. Das wäre wirklich Lemurien für mich. Schöööön!!!
Die weiße Wölfin und wie du sie beschreibst … hm, du bist Eine, das spüre ich, das weiß ich. Bei mir war sie schon mal da, so ab und an und ich werde mich jetzt mal intensiver mit ihr auseinandersetzen. Danke dir auch dafür.
Also ich kann nur sagen: „Maria ich finde das alles spannend, nachdenkenswürdig und echt inspirierend.“
Bis bald. Tinka

(c) Sabine C. Pahlke / 08.09.2017